Schocken für den Tierschutz
Juni 2009 | Meinung von Claudia Morgenstern | Neue Artikel per Mail erhaltenTierschutz ist sexy. Dieses Image kommuniziert PETA bereits seit Jahren erfolgreich. Vor allem attraktive weibliche Stars, vornehmlich aus dem US-amerikanischen Raum, sind dabei wichtige Messageträger. Unverhüllt auf Plakaten mit einschlägigen Slogans wie „Lieber nackt als im Pelz“ versuchen diese, die Tierwelt zu retten. In Hollywood scheint es regelrecht ‘hot’ zu sein, sich für PETA zu engagieren. Und weil die Promis sich so gut in den Medien zu präsentieren wissen, tun sie das halt auch für PETAs Web-TV. Für viele Fans ist die Präsenz ‘ihrer’ Stars der erste Stimulus, die Website zu besuchen.
Aber den eigentlichen Effekt erzielen die Videos selbst. Aufklärend, informativ und bisweilen sehr schockierend regen sie den unbedarften Zuschauer zum Nachdenken an. Man möchte sich fast die Kleider vom Leib reißen und sofort gegen Pelze demonstrieren. Turbomast, Modeapplikationen aus Hundefell und geprügelte Tierbabys sind schon starker Tobak. Bewegte Bildern sagen da mehr als tausend Worte und glamouröse Nacktplakate wirken dagegen wie ein sinnlicher Witz. PETA TV ist in harmlos anmutende Kategorien wie „Lifestyle“ oder „Bekleidung“ gegliedert, die jedoch Reportagen über Tierquälerei und Darstellungen des vegetarischen oder gar veganen Lebenswandels beinhalten. Unter „Promis“ findet man Interviews und Berichte von Stars aus Sport und Entertainment. Aktuelles Beispiel ist Thomas D., der eine zweiteilige Reportage über Schweinemast spricht. Glaubwürdigkeit hilft.
Fragt sich, welche Ziele und Wege PETA in Zukunft noch anstreben wird. Politik? Weltmacht? Dank gut betuchtem Support wäre dies durchaus denkbar. Es lebe das Tier!

Ähnliche Artikel (tag-basiert):
- Alter Hase - Mercedes Benz TV
- Schiffstaufe – mittendrin und doch nicht dabei
- Weitere Meinungsmacher im TV
- WebTV... Na BRAVO!
- Für ein gesundes Web-TV


TV Lounge







