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Web-TV mit Kick: 2. Spieltag

August 2009 | Meinung von Tom Schoener | Neue Artikel per Mail erhalten

Am „2. Spieltag“ unserer Web-TV-Reihe wird heute der BVB aufs Feld geschickt. Okay, das sind sehr bemühte Allegorien. Sei es wie es sei – kommen wir nun zum eigentlichen Anliegen dieses Textes. Beginnen möchte, nein muss ich mit dem Webdesign der Seite. Ich habe selten eine so mit Bildern überladene Homepage gesehen. Im Header werden sechs Borussenspieler brav nebeneinander aufgereiht abgebildet. Dieses Bild scheinbar überlappend, schließt sich dann auch die Navigationsleiste an. Gut, die gehört dahin, aber dann muss doch nun nicht auch noch unter die Schriftzüge „Shop“, „Tickets“ und Co ein kleines, nichtsagendes Bildchen hingequetscht werden. Dem schließt sich dann übrigens auch noch eine Anzeige an.

In der Sidebar finden sich Bilder zu den aktuellsten Videos. Darunter weitere BVB-Banner mit Faninformationen und neben dem Ganzen thront dann auch noch ein für eine Homepage überdimensionales Abbild von Jürgen Klopp oder alternativ - je nach Kategorie - auch mal das eines Spielers.

bvb-tv-400

Wenn man jetzt noch nicht an Reizüberflutung verstorben ist, dann wendet man sich hoffnungsfroh dem BVB-TV zu. Ähnlich wie bei Werder, über deren Web-TV wir ja in der vergangenen Woche berichtet haben, muss man sich beim BVB-TV ebenfalls eigentlich nur registrieren lassen, um in den Genuss einiger Videos zu kommen. Geboten werden dem User dann zahlreiche Interviews, die Pressekonferenz und ein Spielbericht – aber nur, wenn man ein exklusives BVB-Club-Mitglied ist. Keine Ahnung, ob das was kostet oder nicht. Für jemanden, der Sympathisant, aber nicht unbedingt Fan dieses Vereins ist, wird das Suchen nach relevanten Informationen irgendwann ermüdend. Erschwerend kommt hinzu, dass es noch ein paar technische Mängel beim Abspielen der Videos gibt. Der Video-Stream funktioniert nämlich nicht. Man arbeitet aber wohl gerade an diesem Problem. Also will man Film gucken, muss man die Datei downloaden.

BVB-TV hat primär das Ziel, den Anhängern des Clubs ein paar nette Geschichten anzubieten. Da ist es letztlich auch zweitrangig, dass die Videos jetzt nicht unbedingt hochprofessionell gemacht sind. So gibt beispielsweise die rechte Seite des Ex-Borussen Christoph Metzelder ein für den Abwehrspieler typisch eloquentes Interview – was seine linke Seite derweil denkt und sagt, bleibt ein schattiges Geheimnis.

Nach der klassischen Textstruktur eines solchen Beitrages sollte nun, da wir uns dem Ende des Artikels nähern, ein kleines Resümee folgen. Wer bin ich, dass ich das nicht bediene. Der BVB gehört immerhin zu den Vereinen, die Web-TV für sich entdeckt haben. Für User, die mal kurz auf der Website vorbeischnicken und ein bissel stöbern wollen, ohne gleich Mitglied werden zu müssen, gibt es ein paar wenige und i.d.R. mäßig relevante Inhalte. Ab und an gibt es mal einen Spielbericht für lau, wie jener zum Freundschaftsspiel gegen Real Madrid. Aber in puncto Usability ist da noch reichlich Luft nach oben, will man in der Web-TV-Champions League spielen.

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